• 2009
  • Propsteikirche St. Trinitatis
  • Leipzig
  • Neubau
  • Die katholische Kirchen­gemeinde in Leipzig wollte im Stadt­zentrum von Leipzig eine neue Propstei­kirche bauen. Außerdem wurden ein Gemeinde­zentrum mit Saal und Büroräumen sowie vier Wohnungen benö­tigt. Der Kirchen­raum wird durch frei stehende Wand­scheiben eingefasst, die als steinerne Stelen ausgebildet sind. Die höchste Wandscheibe bildet den Turm und markiert die stadt­räumlich wichtige Kreu­zung. Mit zwei weiteren Stelen bildet der Turm die große Eingangs­fassade am Wil­helm-Leuschner-Platz. Es entsteht nicht nur ein markantes und einprägsames Er­schei­nungs­bild im Stadt­raum, sondern die Wand­scheiben der Portal­fassade verweisen in ihrer „Dreiheit“ auch auf den Namen der Kirche „Sankt Trinitatis“.
  • Innen­räumlich bildet der Altar vor der zugehörigen Wand­scheibe das Gegenüber zum Eingangs­portal. Der Weg durch den Kirchen­raum führt über das Portal bis zur Altar­wand­scheibe, die von außen durch ihre größere Höhe sichtbar im Zentrum der Anlage steht. Zwischen Kirche und Gemein­de­räumen entsteht ein kleiner, geschützter Innenhof, der Kirche und Gemeinderäume verbindet. Die Wand­scheiben orientieren sich an den Traufhöhen der angrenzenden Bebauung und führen den städtischen Maßstab weiter. Sie gliedern die Baumassen und geben der Kirche im Stadt­bild das nötige Gewicht. Durch ihre Verjüngung nach oben stellen sie innen wie außen plastisch die Verbindung von „Himmel und Erde“ dar. Sie schließen den Kirchen­raum ab, jedoch entsteht durch die Spalten gleichzeitig ein offenes Raum­gefüge, das durchlässig und einladend ist.
  • Propsteikirche St. Trinitatis
  • Leipzig
  • Bauherr: Katholische Propsteipfarrei St. Trinitatis, Leipzig
  • Mitarbeit Wettbewerb: Anita Michalski, Stefanie Schmitt, Christian Deis, Alexander Schilling