• 2003
  • Gemeindehaus
  • Mainhardt
  • Neubau
  • Wettbewerb
  • 1. Sonderpreis
  • Weiße Mauern umschreiben ein eigen­ständiges Geviert, in dem das Gemei­nde­haus und die zugeordneten Freibereiche liegen. Zwischenräume und Zugänge binden die geplante Bebau­ung in den Bestand ein: So wird der Kirchvor­platz an der dritten Seite nach Süden gefasst. Hier liegt auch der Eingang in das Gemeindehaus gegenüber dem neu geschaffenen Eingang der Kirche. Der Vorplatz wird entsprechend seiner Bedeutung im städtischen Zusammenhang aufgewertet. Zwischen Kirche und Ge­mein­de­haus entsteht eine Gasse, die vom Kirch­vorplatz in den rückwärtigen, westlichen Gartenbereich führt. Zum Straßenraum hin bildet die Bebauung eine klare Raumkante. Die Flächen zwischen Mauer und Fahrbahn werden zum Parken genutzt. Der bisherige Eingangsbereich wird erweitert zur Aufnahme der verlegten Kapelle.
  • Die flache, neue Bebauung spricht eine ähnliche Sprache wie die Kirche mit ihren großen weißen Wandflächen. Sie bildet mit der Kirche eine Einheit und schafft mit dem liegenden Baukörper dennoch eine Polarität in der Plastik zum aufstrebenden Körper der Kirche.
  • Es gibt nach außen zum Straßenraum wenige Öffnungen in den weißen Wänden des Ge­mein­de­hauses. Die Innen­räume er­schließen sich nicht sofort von außen, sondern wollen erkundet werden. Die einschwingende, ein­ladende Geste des Haupteingangs bekommt ein großes Gewicht. Die gebogene Wand des Gemeindesaals schafft nicht nur mar­kan­te Innen­raum­situationen im Kontrast zum orthogonalen Wandraster, sondern sie weist auch auf die herausgehobene Bedeu­tung des Saals hin. Vom Eingang führt die gebogene Wand in den Gartenbereich des Gemeinde­hauses, der nach Süden durch eine Stütz­mauer geschützt ist und der als Erwei­terung und Fortsetzung der Innen­räume verstanden wird. Der Gruppenraum und der Saal öffnen sich nach Westen über Glas­fläch­en in diesen Garten. Mit sparsamen Mitteln soll ein markanter Ort für das Gemein­de­leben geschaffen werden, der nicht nur „Nutzflächen“ bereit hält, sondern Innen- und Außenräume schafft, die dazu einla­den, vielfältig genutzt zu werden und die in ihrer reduzierten Sprache durch Licht, bewegte Zwischen­räume und Außen­öffnungen wirken und lebendig werden.
  • Gemeindehaus
  • Mainhardt
  • Mitarbeit Wettbewerb: Peter Krebs
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